Jugend ohne Gott, Dauer ca. 90 Minuten

Roman von Ödön von Horváth in einer Spielfassung von Kristo Šagor  

Schloßplatz 3
96450 Coburg

Tickets from €15.00
Concessions available

Event organiser: Landestheater Coburg, Schloßplatz 6, 96450 Coburg, Deutschland

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Vollzahler

per €15.00

Kinder-Schüler u.Studenten

per €7.50

Familienpass

per €7.50

Schwerbehinderte

per €7.50

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Prices incl. VAT plus postal and service charges

Information on concessions

Ermäßigungen Großes Haus*
Familienpassinhaber, Schüler, Studenten, Bundesfreiwilligendienstler, ALG I- und ALG II-Empfänger erhalten 50 % Ermäßigung auf den regulären Eintrittspreis.
Schwerbehinderte erhalten auch bei Premieren 50 % Ermäßigung auf den regulären Eintrittspreis; ab Merkmal „B" erhält die Begleitperson eine kostenfreie Eintrittskarte. Freikarte für Merkmal „B" nur buchbar an der Theaterkasse.

Gruppen-Tickets
25 % für Gruppen ab 25 Personen. Schülergruppen ab 20 Personen erhalten eine Ermäßigung von 70%, ebenso deren Begleitpersonen. Nur buchbar an der Theaterkasse.

Last-minute-Tickets
15 Minuten vor Vorstellungsbeginn erhalten Schüler, Studenten, Bundesfreiwilligendienstler, ALG I- und ALG II-Empfänger und Familienpassinhaber alle noch verfügbaren Karten für 9,00 € auf allen Plätzen.

Ermäßigungen Reithalle*
Familienpassinhaber, Schüler, Studenten, Bundesfreiwilligendienstler, ALG I- und ALG II Empfänger erhalten 50 % Ermäßigung auf den regulären Eintrittspreis.
Schwerbehinderte erhalten auch bei Premieren 50 % Ermäßigung auf den regulären Eintrittspreis; ab Merkmal „B" erhält die Begleitperson eine kostenfreie Eintrittskarte. Freikarte für Merkmal „B" nur buchbar an der Theaterkasse.

*Ermäßigungen können nicht bei Premieren, Vorstellungen in den Preisgruppen G, H, I und T sowie Sonderveranstaltungen wie beispielsweise Gastspielvorstellungen gewährt werden.

*Der zur Ermäßigung berechtigende Ausweis ist auf Verlangen am Einlass vorzuzeigen. Kann der Nachweis nicht erbracht werden, ist der Differenzbetrag zum vollen Eintrittspreis nachzuentrichten.

*Körperbehinderten Theaterbesuchern steht eine für Rollstuhlfahrer erreichbare Loge mit separatem Eingang und Aufzug zur Verfügung. Nur buchbar an der Theaterkasse.
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Als das ‚Zeitalter der Fische‘ beschreibt eine Figur in Ödön von Horváths Roman „Jugend ohne Gott“ die Zeit des aufkeimenden Faschismus. In dieser Etappe auf dem Weg von der Weimarer Republik hin zu Nazideutschland wächst eine Jugend heran, der humanitäre Werte wie Empathie oder ein eigenständiges, differenziertes Urteilsvermögen abhandenkommen. Mittendrin ein Lehrer, der zunächst versucht seine Haut respektive seinen Pensionsanspruch zu retten. Das, was im Jahr 1936 aus allen Lautsprechern tönt und was die Schüler unreflektiert nachbeten, wagt er nicht in ihren Schulheften zu korrigieren.
In einem vormilitärischen Schullager kommt es zum Mord an einem seiner Schützlinge. Der Lehrer hatte heimlich ein Kästchen geöffnet, um an das Tagebuch seines Schülers Z zu kommen. Z verdächtigt fälschlicherweise seinen Mitschüler N, der Lehrer hüllt sich in Schweigen und kurz darauf findet man N erschlagen in einem nahen Waldstück. Z wird angeklagt und erst als der Lehrer in einem Akt von Zivilcourage vor Gericht seine Verfehlung eingesteht, nimmt der Fall eine andere Wendung.
Eindringlich zeigt Horváth in seinem Roman, wie der Verlust eines Wertesystems und die Gleichschaltung der Jugend die demokratische Grundordnung gefährden und den Weg in den Faschismus bereiten. Kristo Šagor treibt die Entindividualisierung der Horváthschen Figuren in seiner temporeichen Erzählweise noch weiter. Das berühmte Diktum von der Unmöglichkeit des richtigen Lebens im Falschen, exemplifiziert anhand zweier Generationen, ist hochaktuell und „Jugend ohne Gott“ damit der Text der Stunde in einer Zeit, in der antidemokratische Strömungen das Friedensprojekt „Europa“ bedrohen.
Maike Bouschen, Absolventin der Theaterakademie August Everding, die das Coburger Publikum bereits 2016 mit der Uraufführung von „Jihad Baby!“, dem Gewinnerstück des 2. Coburger Forums für junge Autoren beeindruckte, übernimmt die Regie; Raum und Kostüme gestaltet Valentina Pino Reyes, die erstmals mit einer Arbeit am Landestheater Coburg vertreten ist.

Directions

Reithalle Coburg
Schloßplatz 3
96450 Coburg
Germany
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