Französische Weihnachten - Klosterkonzerte Alpirsbach

Klosterplatz
72275 Alpirsbach

Tickets from €19.00
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Event organiser: Evang. Kirchengemeinde-Alpirsbach, Klosterplatz 2/1, 72275 Alpirsbach, Deutschland

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Event info

Das Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns, das Te Deum von Marc-Antoine Charpentier sowie Danse sacrée et Danse profane von Claude Debussy werden in der Klosterkirche erklingen. Verena Seid (Sopran), Livia Kretschmann (Alt), Joaquin Asiain (Tenor), Clemens Morgenthaler (Bass), Ekaterina Afanasieva (Harfe) und Beate Vöhringer (Orgel) sind als Solisten zu Gast sowie das Orchester Süddeutsche Camerata und die Alpirsbacher Kantorei unter der Leitung von Carmen Jauch. Sogar die Orgel wird zum diesjährigen Weihnachtskonzert verfahren.
Saint-Saëns gehört zu den bedeutendsten französischen Komponisten des 19. Jahrhunderts. Das Weihnachtsoratorium für Chor, Solisten, Orgel, Harfe und Orchester komponierte er im Jahre 1858 mit erst 23 Jahren. Dem in lateinischer Sprache gesungenen Werk liegen Texte des Alten und Neuen Testamentes, der Evangelien, Psalmen und der katholischen Weihnachtsliturgie zugrunde. Eine aparte, kammermusikalische Instrumentierung, lyrisch gehaltene solistische Partien und ein schlicht geführter Chor verbreiten eine pastoralen Grundstimmung. Im Auftrag der Harfenbaufirma Pleyel schrieb Claude Debussy 1905 zwei Tänze für Harfe und Streichorchester. Wie eine klingende Werbung sollten diese Tänze den Verkauf des neuen Models chromatischer Harfen ankurbeln. Die chromatische Harfe der Firma Pleyel setzte sich nicht durch, doch die beiden Tänze des französischen Komponisten gehören heute zum festen Repertoire und werden auf modernen Doppelpedalharfen nach dem Modell des damaligen Konkurrenzunternehmens Erard gespielt. Mit Pauken und Trompeten eroberte 1953 ein französisches Musikstück das öffentliche Bewusstsein und ein Komponist wurde wiederentdeckt: Marc-Antoine Charpentiers Te Deum erschien erstmals auf Tonträger. Die einleitende Fanfare, einem Millionenpublikum als Eurovisionsmelodie bekannt, kündigt nicht nur vom Lobe Gottes, sondern auch von dem des Sonnenkönigs Ludwigs XIV. Das obligatorische Aufführen bei allen offiziellen Feierlichkeiten ließ die Hymne zum Symbol des Königreichs Frankreichs und seiner von Gott eingesetzten Monarchie werden. Der lateinische Text „Te Deum“ ist ein altkirchlicher Dank- und Lobgesang, den Charpentier in seiner Komposition mit Chören, Arien, kleinen Ensembles sowie instrumentalen Zwischenspielen zu einer glanzvollen Festlichkeit erstrahlen lässt. Darüberhinaus gibt es im Verlauf des Abends auch Gelegenheit zum Mitsingen u.a. beim französischen Weihnachtslied „Hört der Engel helle Lieder“. Das Lied entstand im frühen 18. Jahrhundert - zur Zeit des Sonnenkönigs Ludwigs XIV.

Location

Kloster Alpirsbach
Klosterplatz 1
72275 Alpirsbach
Germany
Plan route

Im malerischen Kinzigtal liegt mit dem Kloster Alpirsbach eines der eindrucksvollsten und schönsten Beispiele für cluniazensische Reformarchitektur. Faszinierende Einblicke in klösterliches Leben, den Geist der Vergangenheit spüren und sich von uralten Mauern faszinieren lassen: Ein Besuch im Kloster Alpirsbach mit seinem bedeutenden Klostermuseum ist ein einzigartiges Erlebnis. Neben dem Museumsbetrieb ist das Kloster auch ein beliebter Veranstaltungsort. Vor allem die überregional bekannten Kreuzgangkonzerte bieten ein ganz besonderes Klangerlebnis, das von der Stimmung der historischen Gemäuer bestimmt wird.

Der kleine Ort Alpirsbach im Herzen des Schwarzwaldes wurde bereits 1095 von Mönchen besiedelt, aus deren Landgut das Kloster im selben Jahr hervorging. 1455, nach einigen Jahren der Konventsauflösung, wurde sowohl das Klausurgebäude umgebaut als auch die Klosterkirche neu ausgestattet. Von der alten Klosterkirche aus der Gründungszeit zeugt noch heute ihr Turm. Aus dem kleinen Kloster im 11. Jahrhundert ist eine beeindruckende Klosteranlage geworden, wie sie heute im Südwesten Deutschlands ihresgleichen sucht. Die Architektur des gesamten Komplexes ist dabei eng an das benediktinische Klosterbauschema angelehnt: Um den imposanten Kreuzgang gruppieren sich Klausur und Klosterkirche und zeugen so vom asketischen Leben der Mönche. Das zeigt sich auch in der Schlichtheit der monumentalen Gebäude, deren Erscheinungsbild von der romanischen Kirche beherrscht wird.

Sensationelle Funde das mittelalterliche Klosterleben betreffend können im Klostermuseum bestaunt werden. Vor allem das Sammelsurium an Gegenständen aus dem Besitz der Klosterschüler zeigt eindrucksvoll, wie sich das Leben hier abgespielt haben muss. Strafarbeiten und Zeichnungen finden sich im Museum ebenso wie Textilien. Fachleute zeigen sich begeistert vom Fund eines Paars Bundschuhe von 1500, das einzige je gefundene erhaltene Paar überhaupt.