Auf Jakobs Weg ... - Path of Miracles

Tenebrae Choir, Nigel Short  

Hanns-Lilje-Platz 2
30159 Hannover

Tickets from €15.00
Concessions available

Event organiser: Niedersächsische Sparkassenstiftung, Schiffgraben 6-8, 30159 Hannover, Deutschland

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Event info

Klänge, so leicht und schwebend, als kämen sie geradewegs vom Himmel, dann wiederum so gewichtig und fundamental, als spräche das Weltgericht ein Machtwort: Rund dreißig Sängerinnen und Sänger des Kammerchors Tenebrae aus London vollbringen wahre Klangwunder. Der Gründer und Leiter des Ensembles, Nigel Short, war selbst Mitglied des renommierten Vokalensembles The King’s Singers und ist ein begnadeter Chorklangspezialist. Sein Wissen, sein Können und seine Intuition formen diesen Chor, der zu den weltbesten Vokalensembles zählt. Die Tradition der englischen Gesangskultur verkörpert Tenebrae auf höchstem Niveau. Bei den Niedersächsischen Musiktagen bringt der Chor ein Werk seines Landsmannes Joby Talbot zur Aufführung, das höchste Anforderungen an die Sängerinnen und Sänger stellt und dem Ensemble auf den Leib geschneidert wurde: „Path of Miracles“ ist eine tönende Reise auf dem Jakobsweg. Die letzten vier Stationen des berühmten Pilgerpfades verdichtet der Komponist Talbot zu Klangbildern von bezaubernder Schönheit und großem Ernst. „Path of Miracles“ ist ein Kaleidoskop verschiedener Musikstile, die Talbot alle virtuos beherrscht, und so gerät die Reise auf dem Pilgerpfad auch zu einem musikalischen Aufbruch: mutig und inspiriert, religiös und tolerant. Tenebrae ist gemeinsamer Gast der Niedersächsischen Musiktage und der chor.com, der Fachkongress für die europäische Chorszene, der 2019 erstmals in Hannover stattfindet.

Location

Marktkirche
Hanns-Lilje-Platz 2
30159 Hannover
Germany
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Die Marktkirche ist die älteste Kirche der Altstadt und mit ihrem Turm ein Wahrzeichen Hannovers. Die Kirche im Stil der Backsteingotik ist Höhepunkt jeden Besuchs in der Altstadt und die Begräbnisstätte des Deutschen Michels. Bereits seit 750 Jahren finden hier Gottesdienste statt, erst katholische und ab 1536 protestantische, und nicht nur Gläubige zeigen sich von der Wucht der schmucklosen aber unglaublich imposanten Marktkirche beeindruckt.

Auf den Überresten einer romanischen Vorgängerkirche, die auch heute noch dem unter der Kirche gelegenen Bödekersaal sein unvergleichliches Aussehen verleihen, wurde im 14. Jahrhundert die Marktkirche St. Georgii et Jacobi errichtet. Als herausragendes Beispiel der norddeutschen Backsteingotik ragt die Kirche mit ihrem 98 Meter hohen Turm in den Himmel und war einst Keimzelle der Stadt Hannover. Besonderes Prunkstück innerhalb der monumentalen Kirche ist der Retabel des Hochaltars, der um 1480 entstand und nach Zwischenstationen in der Aegidienkirche und dem Welfenmuseum nun wieder an seiner angestammten Stelle zu finden ist.

Auch sonst bietet die Marktkirche in Hannover allerlei Rätsel und Spannendes: Auch viele Ortskundige wissen nicht, dass hier der Deutsche Michel begraben liegt. Johann Michael von Obentraut, General im Dreißigjährigen Krieg, fiel beim Kampf gegen den Feldherrn Tilly und sein Spitzname wurde zum Inbegriff des Deutschen. Auch über das vermeintliche Pentagramm an der Außenseite der Kirche wundern sich viele Betrachter. Der auf die Spitze gestellte Fünfstern soll, gemeinsam mit den Wasserspeiern, den Teufel und das Böse von der Kirche fernhalten.